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INFORMATIKERIN / INFORMATIKER

Informatiker

Berufsbild

Ohne Informatik wäre die Wettervorhersage sehr unzuverlässig, Platzreservierungen im Flugzeug umständlich, «Internet» und «E-Mail» wären Fremdwörter, Online-Banking und Online-Shopping Science-Fiction und Games wären nach wie vor mit Brett und Würfel.

Wenn dich Technik und Logik, komplexe Strukturen und abstrakte Vorgehen interessieren, du neugierig bist und bereit ein Leben lang immer wieder dazu zu lernen, dann ist eine Lehre als Informatiker/in genau das Richtige für dich.

Hier eine kurze Übersicht der verschiedenen Schwerpunktgebiete:

Applikationsentwicklung
Informatikerinnen und Informatiker mit Schwerpunkt Applikationsentwicklung sind Fachleute in der Softwareentwicklung. Sie arbeiten in Software-Firmen, Banken, Versicherungen oder bei der öffentlichen Verwaltung.

Applikationen sind Programme, die für bestimmte Abläufe eingesetzt werden, wie zum Beispiel für die Buchhaltung, die Produktionsplanung, den Zahlungsverkehr einer Bank oder im Internet. Applikationen werden von Firmen die in der Software tätig sind entwickelt, vertrieben, eingeführt und veränderten Rahmenbedingungen angepasst.

Systemtechnik
Informatikerinnen und Informatiker mit Schwerpunkt Systemtechnik arbeiten in den Bereichen Planung, Installation, Betrieb und Wartung von Informatiknetzen und deren Anwendungen. Sie befassen sich mit Hard- und Software von einzelnen und vernetzten Anlagen und Erfassungs-, Übertragungs- und Steuerungssystemen.

Dazu gehört auch das Ausführen hardwareseitiger Reparaturen; das heisst Störungen erkennen, eingrenzen und die fehlerhaften Teile auswechseln oder das System mittels Software-Update zu aktualisieren.

Generalistische Ausrichtung
Informatikerinnen und Informatiker mit generalistischer Ausrichtung sind Fachleute mit einer besonders breiten Grundbildung. Deshalb sind sie flexibel einsetzbar und können dank ihrer Informatik-Kompetenzen Aufgaben und Tätigkeiten aus allen Schwerpunktsgebieten übernehmen.

Support
Informatikerinnen und Informatiker mit Schwerpunkt Support installieren, betreiben, warten und reparieren Informatikanlagen und deren Anwendungen. Sie befassen sich mit Hard- und Software von einzelnen und vernetzten Anlagen und Erfassungs-, Übertragungs- und Steuerungssystemen. Dazu gehört auch das Ausführen von Reparaturen. Um Störungsursachen zu orten – manchmal eine ganz knifflige Aufgabe – führen sie Funktionstests zum Beispiel mit Testprogrammen durch.

Lehrablauf

Basisausbildung
Lernende von Ascom und Partnerfirmen legen während dem ersten Lehrjahr in der Basisausbildung ein breites Fundament an Wissen und Können. Im Zentrum stehen die Hardware, das Erwerben von Kenntnissen über verschiedene Betriebssysteme, das Programmieren mit verschiedenen Script- und Hochsprachen, Netztechnik, das Betreiben von Servern, der Aufbau von Datenbanken und das Konzipieren und Realisieren von Webseiten. Parallel zur Fachausbildung werden berufsübergreifende Fähigkeiten wie Lern- und Arbeitsmethodik, Dokumentationstechnik, Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Präsentationstechnik usw. gefördert. Zudem werden alle vom Kanton geforderten überbetrieblichen Kurse absolviert.

Praktische Ausbildung
Vom zweiten bis zum vierten Lehrjahr folgt die betriebliche Ausbildung in verschiedenen Praxislehrstellen. In dieser Ausbildungsphase vertiefen die Lernenden ihre Kenntnisse und Fertigkeiten durch exemplarisches Lernen an produktiven Aufträgen und Projekten.

Voraussetzungen
Ein Flair für technische Zusammenhänge, sicheres Auftreten und gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift. Gutes Vorstellungsvermögen, analytisches Denkvermögen und Kenntnisse in Englisch sind ebenso hilfreich für den Berufseinstieg. Die Ausbildung im Berufsbildungscenter, im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule ist anspruchsvoll. In der Regel wird eine abgeschlossene Sekundarschule oder eine vergleichbare Ausbildung vorausgesetzt.

Ausdauer, Durchhaltewille, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Motivation, Freude am Umgang mit Menschen, Selbstständigkeit, Neugier, Organisationstalent, Freude am lösen von Mathematischen Problemstellungen, gutes Abstraktionsvermögen, systematische Arbeitsweise...

Informatikerinnen und Informatiker besuchen, vom 1. bis zum 4. Lehrjahr während zwei Tagen pro Woche die Berufsfachschule. Der Lehrplan ist modular aufgebaut und enthält neben den allgemeinbildenden, den naturwissenschaftlichen und den technischen Grundlagen auch erweiterte betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Fachenglisch, technische Unterlagen, Information und Kommunikation, Lern -und Arbeitstechnik.

Berufsmaturität
Bei bestandener Aufnahmeprüfung oder mit prüfungsfreiem Eintritt können Lernende die Berufsmaturitätsschule besuchen und diese mit der Berufsmatura abschliessen.

Perspektiven
Die Informatiklehre stellt eine ideale Basis für eine höhere Ausbildung dar. Es gibt die Möglichkeit Fachkurse in den verschiedensten Bereichen zu besuchen und mit der Berufsmaturität steht der Weg zu den Fachhochschulen offen. Auch eine Spezialisierung gemäss i-ch in den Stufen Fachausweis und Diplom, oder die höhere Fachschule sind empfehlenswerte Weiterbildungen.

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